Der Sack (6) : Besteht aus Schafs- Kalbs- oder Elchleder. Seit neuerer Zeit auch aus Goretex oder anderen synthetischen Materialien. Der Sack ist das Luftreservoir. Er muss demzufolge luftdicht sein und die Feuchtigkeit des Atems absorbieren. Über den Sack wird ein Cover aus gewobener Wolle oder Samt gezogen.

Der Chanter (7+8) : der Chanter ist die Melodieflöte. Der Ton wird durch ein Doppelrohrblatt (Reed) erzeugt. Die Skala des Chanters umfasst "nur" 9 Töne. Trotzdem gibt es unerschöpflich viele Melodien. Da der Dudelsack nicht laut und leise gespielt werden kann, besteht die hohe Kunst in der musikalischen Interpretation der Melodien, sowie in einem perfekten "Fingering" (Technik) Musikstücke für den Dudelsack sind gespickt mit komplexen 32stel Verzierungen (Embellishments) Die Stimmung des Chanters ist theoretisch a, wobei das a auf dem Chanter auf 470 - 480 Hz gestimmt ist, also ein hörbares b.

Der Blowstick (10+9) : Durch den Blowstick wird die Luft in den Sack geblasen. Damit der Druck im Sack nicht zusammenfällt, ist unten am Blowstick ein Rückschlag- Ventil angebracht. Das Blasen sollte in einem natürlichen Rhytmus, unabhängig vom Stück, erfolgen. Da beim Blasen der Druck im Sack "überwunden" werden muss, haben Dudelsackspieler manchmal etwas entgleiste Gesichtszüge beim Spielen...

Die Drones (1,2,3+4): Die Drohnen geben den permanent gleichen Ton, welche den Dudelsack zum Ein-Mann-Orchester machen. Die zwei kürzeren Tenor-Drohnen sind um eine Oktave tiefer als das tiefe A des Chanters gestimmt. Die lange Bass-Drohne ist um zwei Oktaven tiefer als das tiefe A des Chanters gestimmt. Das Stimmen des Dudelsackes verlangt einiges an Erfahrung und ein gutes Ohr.

Noch mehr Informationen gibt es auf der privaten Seite von P/M Philipp Muheim: www.phil.muheim.ch.vu

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